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Was macht eigentlich ...? News unserer Gr¨¹nder*innen

Gr¨¹nderin tanzt mit blauem F¨¹nfeck im Vordergrund

Wir fragen nach, wie es unseren ehemaligen Sch¨¹tzlingen, Gr¨¹nder*innen-Alumnae und -Alumni oder FHPreneur*innen geht, was sie bewegt und in welche Richtung ihr Business gerade steuert.

Updates der FHPreneur*innen

Die Industrie- und Produktdesignerin sowie EXIST-Women-Stipendiatin Ada Matthes interessiert und engagiert sich schon fr¨¹h f¨¹r Umwelt- und Klimaschutz. Auch in ihrem Studium und ihrer Selbstst?ndigkeit bleibt der Nachhaltigkeitsgedanke vordergr¨¹ndig: Im Fr¨¹hjahr 2025 verteidigt Ada erfolgreich ihre Bachelorarbeit, die sich mit dem Potential und der Anwendung von Mycelium-Materialien (Wurzelgeflecht von Pilzen) im Design besch?ftigt. 

Bitte recht nachhaltig und stilvoll!

Bereits vor einem Jahr entsteht innerhalb eines Designkurses der vollkommen im 3D-Druck produzierbare ?Galoppi¡° aus recyclebaren Polypropylenkunststoff. Paraleel lernt sie den Produktionsdesigner Philippe Bietenholz kennen, der mit dem ?Bounce Chair¡° eine ?hnliche Sitzm?belidee verfolgt. Im Studio Design+Robotics von Produktdesigner Sebastian Voigt in der Vulkanfiberfabrik Werder werden beide M?belst¨¹cke gedruckt. Aus der Begegnung zwischen Ada und Phil entwickelt sich eine kreative Zusammenarbeit ¨C etwa bei den exklusiven Bilderrahmen f¨¹r Paul Kalkbrenner.

Mit ihren Designs pr?sentiert sich das Duo erstmals bei den Interior Design Days in K?ln vom 10. bis 16.01.2025. Ihren Erfolgszug f¨¹hren Ada und Phil gleich darauf weiter und fahren mit einem restaurierten Fernstrecken- und Filmbus aus den 70ern zur Milano Design Week (Fuorisalone) nach Italien. 

Es folgen weitere gemeinsame Ausstellungen und Vortr?ge. Die zwei stellen jedoch klar: ?Wir sind zwei individuelle Designer, die eigenst?ndig arbeiten, sich aber gegenseitig unterst¨¹tzen und gemeinsam Projekte umsetzen.¡° 

Interior 2.0. ¨C ?Frida¡° und die Pilze

Ada fokussiert sich gegenw?rtig auf die Arbeit mit nachhaltigen Pilzmaterialien: Der Pilz-Sitzsack ?Frida¡° ist der neuste Entwurf der Designerin. Der Pouf nutzt Pilzabf?lle als F¨¹llmaterial und veranschaulicht den biobasierten Ansatz, Myzelmaterial als Alternative zu Synthetik in M?belf¨¹llung und Produktdesign zu verwenden. Am 20.05.2025 feierte ?Frida¡° ihren Launch auf der Weltleitmesse f¨¹r M?belfertigung und Innenausbau ?Interzum¡° in K?ln.

Eine Weile war es still um Anastasiya Koshcheeva und ihr erfolgreiches Unternehmen MOYA Birch Bark. Die Pause nutzte die EXIST-Gr¨¹nderin, um zu reisen, durchzuatmen und sich neu zu positionieren. Das kreative Ergebnis ihrer Auszeit ¨C der Stuhl MORE wurde k¨¹rzlich pr?miert und ausgestellt.

Der Conference and Dining Chair MORE ist eine moderne Verbindung aus Metall und dreidimensionalem Geflecht aus Birkenrinde. Kein Wunder, dass sich das elegante Sitzm?bel nicht nur einen Platz in der Ausstellung ?The Art of Making 2025: Kunsthandwerk und Design aus Paris und Berlin¡° sichern konnte. Anastasiya belegte auch den mit 4.000,00 Euro dotierten ersten Platz beim Wettbewerb ?Crafts & Design 2024 ¨C Landespreis Kunsthandwerk Berlin¡°. Der Preis wurde der Designerin am 03.04.2025 vom Senator f¨¹r Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Pr?sidentin der Handwerkskammer und der Direktorin vom Kunstgewerbemuseum ¨¹berreicht. Die Ausstellung ist vom 04.04.2025 bis zum 01.06.2025 im Kunstgewerbemuseum im Kulturforum am Potsdamer Platz zu sehen.

Zur Erinnerung: Die Gr¨¹ndungsidee von MOYA Birch Bark erhielt 2018 das EXIST-Gr¨¹ndungsstipendium. Mehr dazu im Gr¨¹ndungsportr?t.

FHP-Design-Absolventin und EXIST-Women-Stipendiatin Luisa Reissmann ¨¹berzeugt beim Publikumsvoting auf der deGUT in Berlin.

Zum 40-j?hrigen Geburtstag der deGUT legt die Gr¨¹ndungsmesse verst?rkt einen Fokus auf Unternehmerinnen. So erhielten die erstmaligen EXIST-Women-Stipendiatinnen aus dem Raum Berlin-Brandenburg die Chance, sich und ihre Gr¨¹ndungsidee vorzustellen. Im Anschluss stimmte das Publikum ¨¹ber die ¨¹berzeugendsten Pitches ab. 

F¨¹r die Fachhochschule Potsdam ging Luisa Reissmann mit ihrem Gr¨¹ndungsprojekt RONDA SENSO, einem multisensorischen Kinderm?bel, an den Start. Die Idee dazu entstand im Rahmen der Abschlussarbeit ihres Produktdesignstudiums und konnte auch die Zuschauer*innen ¨¹berzeugen: Mit nur einer Stimme knapp am Sieg vorbei, erhielt Luisa den 2. Platz. Insgesamt stellten sich 6 Stipendiatinnen der Jury. Die Bandbreite reichte dabei von innovativen Apps und Ger?ten bis hin zu k¨¹nstlich generierten fossilen Brennstoffen. Den ersten Platz belegten Melisa Kalacyi und Sabrina Zanella von der Alice Salomon Hochschule Berlin mit ihrem Gr¨¹ndungsprojekt zur Resozialisierung krebskranker Kinder. 

F¨¹r Luisa hat sich nicht nur das Mitmachen f¨¹r die Platzierung gelohnt: ?Das Pitchen vor gr??erem Publikum war eine super ?bung f¨¹r mich und hat mir viel Spa? gemacht. Auch der Austausch mit und die Unterst¨¹tzung von den anderen EXIST-Women ist immer wieder eine wertvolle Erfahrung.¡°

Seit der Zusage zum EXIST-Stipendium Ende 2023 hat sich einiges in Luisas Leben ver?ndert und bringt so manche Turbulenzen in den Alltag der Mompreneurin, wie sie in unserem Kurzinterview und auf dem TikTok-Kanal diecampusgr¨¹nderin berichtet. Das EXIST-Stipendium sieht sie als gro?artige Chance ¨C umso erfreulicher ist es, dass die F?rderlinie weitergef¨¹hrt wird und der Gr¨¹ndungsservice der Fachhochschule Potsdam diese erneut beantragen wird. Zur Erinnerung: EXIST-Women ist ein 12-monatiges Qualifizierungsprogramm zur Gr¨¹ndungssensibilisierung und Unternehmensgr¨¹ndung f¨¹r Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen, Studentinnen sowie Frauen mit Berufsabschluss.

Luisa Reissmann ist nicht nur studierte Produktdesignerin, sie ist zudem Unternehmerin, EXIST-Women-Stipendiatin, Mutter eines Sohnes und das neue Gesicht des TikTok-Kanals diecampusgr¨¹nderin. Darin l?sst sie uns an ihrem turbulenten Alltag als Gr¨¹nderin teilhaben. Momentan versucht Luisa mit ihrem Gr¨¹ndungsprojekt RONDA SENSO, einem multisensorischen Kinderm?bel, Fu? zu fassen. Die Idee dazu entstand im Rahmen ihrer Abschlussarbeit und konnte mithilfe eines M?belbauer aus Eisenach (Innenausbau Schwertfeger) umgesetzt werden. Als FHP-Absolventin, Gr¨¹nderin und Stipendiatin interessiert uns Luisas Geschichte nat¨¹rlich umso mehr:
  
Wolltest du dich schon immer selbstst?ndig machen? Was waren oder sind die gr??ten H¨¹rden sowie Supports?

Eigentlich habe ich mit der Selbstst?ndigkeit immer nur Negatives verbunden, da meine Schwester mal einen Blumenladen hatte und es immer schwer f¨¹r sie war, alles unter einen Hut zu bekommen. Auch mein Stiefvater hat mir nur davon abgeraten. Aber nun bin ich schon einige Jahre nebenbei Freelancer (Styling, Event und Set Design) und k?nnte es mir nicht mehr anders vorstellen. Vor dem Studium habe ich lange als Gestalterin f¨¹r visuelles Marketing festangestellt gearbeitet und von 9 bis 17 Uhr fand ich ebenso furchtbar, wie einen Chef zu haben. Immer das Gleiche zu tun, war mir zudem irgendwann viel zu langweilig. 

Jetzt gerade stehe ich noch ganz am Anfang und schaue, ob meine Idee wirklich marktf?hig ist, indem ich meine Zielgruppe analysiere und Kaltakquise betreibe. Ich habe mich sehr mit Kinderm?beln und auch der P?dagogik dahinter besch?ftigt, da vieles gerade im ?ffentlichen Raum leider nicht f¨¹r Kinder gemacht ist. Das w¨¹rde ich gerne ?ndern. Von den Kitas selbst bekomme ich auch stets super Feedback. Aber leider haben Kindertagesst?tten einfach zu wenig Geld. Zudem ist eine Gr¨¹ndung mit Kind ziemlich herausfordernd. Alles zu schaffen und jedem gerecht zu werden, ist ?u?erst kr?ftezehrend!

Ist das einer der Gr¨¹nde, warum du dich f¨¹r das EXIST-Women-Stipendium beworben hast? Lohnt es sich aus deiner Sicht?

In erster Linie ging es mir nat¨¹rlich darum, Hilfe bei der Gr¨¹ndung zu bekommen und Teil des Netzwerkes von tollen Frauen zu werden. EXIST Women bietet hier tolle Chancen. Jedoch sind 3 Monate Stipendium zu wenig. Und nebenbei Geld zu verdienen und mit der Gr¨¹ndung voranzukommen, ist nicht einfach. Es w?re gro?artig, wenn das Stipendium l?nger laufen w¨¹rde, um wirklich den R¨¹cken frei zu haben und die volle Konzentration auf die Gr¨¹ndung haben zu k?nnen. 
 
Die Verbindung unter den Mitstipendiatinnen ist wirklich gewinnbringend. Ich finde, Frauen sollten viel mehr ermutigt werden, mit einer Idee rauszugehen und sich zu trauen. Besonders an unserer Gruppe ist, dass man sich gegenseitig st?rkt und auch merkt, man ist nicht allein, falls mal etwas nicht so gut funktioniert. Man bekommt Hilfe durch eine Mentorin. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, die bereichernd ist, man tauscht sich aus und wenn jemand Hilfe braucht, wird diese angeboten.
Leider ist es immer noch so, dass Frauen oft meinen, sie k?mpfen ALLEIN! Dabei k?nnen wir alle (Frau und Mann) voneinander profitieren, Kontakte und auch Wissen teilen. Leider gibt es noch immer Konkurrenzk?mpfe unter Selbst?ndigen und viele, die sich diesem Netzwerk verschlie?en.

Apropos Netzwerk: Wie wichtig ist Social Media f¨¹r Gr¨¹nder*innen/Designer*innen? 

Social Media ist unsere heutige Visitenkarte! Gerade f¨¹r Designer*innen ist es Teil des Marketings, zu zeigen, wer man ist und welche Geschichte hinter der Gr¨¹ndung steckt. Nat¨¹rlich kommt es immer auf die Zielgruppe an. Ich hatte vorher eher weniger mit TikTok zu tun, doch als mir geraten wurde, mich dort auch zu pr?sentieren und Kameras eh kein Problem f¨¹r mich darstellen, habe ich direkt mal losgelegt. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird.

Hinter dem Label Frau Caze agiert seit 2016 die Produktdesignerin Carolin Zeyher. Soloselbstst?ndig ist Caro jedoch schon seit Abschluss ihres Designstudiums 2012. Konkrete Pl?ne gab es damals nicht, daf¨¹r eine entspannte Einstellung: ?Ich schaue einfach mal, was man ohne Geld und ohne Namen erreichen kann.¡°
Inspirieren l?sst sich die freie Interieur-Designerin von mehreren Auslandsaufenthalten, Praktika und ihrem Leben in Berlins Kreativszene. Ihr erstes M?belst¨¹ck, das Sofa Nat¨², entwirft Caro noch w?hrend ihres Studiums, wenige Jahre sp?ter stellt sie zum ersten Mal auf der internationalen Designmesse Salone del Mobile in Mailand aus.
 
Reduziertes schafft Klarheit
 
Die wohl gr??te Quelle ihrer Inspiration ist ihre Freiheit: ?Ich habe immer spontan Entschl¨¹sse gefasst ¨C je nachdem, was sich gerade anbot und was ich mir leisten konnte.¡° Das bedeutet jedoch nicht, dass intuitive Entscheidungen nicht auch zu dauerhaften (Gesch?fts-)Beziehungen werden k?nnen: Mit der Tischlerei Mohr aus dem Bregenzerwald arbeitet Frau Caze seit 2016 zusammen ¨C gleiches gilt f¨¹r viele andere ihres Netzwerks. Nachhaltigkeit spielt auch bei ihren Entw¨¹rfen eine gro?e Rolle ¨C mittlerweile hat sie ein beachtliches Portfolio an nachhaltigen M?belst¨¹cken aus Holz und Textilien aus recycelten Materialien ¨C allesamt schlicht, stilvoll und vor allem praktisch. Die Designerin selbst bevorzugt eine einfache, authentische Lebensweise und fertigt nur Sachen an, die sie selbst in ihrem Zuhause benutzt.
 
?Ich bleibe dran und schaue weiter, was in meinem Drehbuch passiert ¨C wo die Zukunft Frau Caze hinbringen wird.¡°

Langweilig wird es bei Carolin Zeyher alias Frau Caze jedenfalls nicht. Ende 2023 launchte sie gleich zwei Neuzug?nge ihres Interior Labels: Die Weink¨¹hler-Vase KULA sowie einen Porzellanbrottopf mit praktischem Schneidebrett-Deckel. Die Produkte sind sp¨¹lmaschinenfest, in Deutschland gefertigt und wie gewohnt elegant-schlicht. Anschauen k?nnen sich aufmerksame FHPler*innen Vase und Topf sowie weitere (M?bel-)St¨¹cke von Frau Caze im Februar 2024 als Ausstellung im FHP Mobil.

Doreen L?we ist nicht nur fester Bestandteil der Potsdamer Kreativlandschaft, sie hat auch ma?geblichen Anteil an dessen Vielfalt. Als selbstst?ndige Kulturmanagerin und Festivalmacherin ist sie treibende Kraft und Impulsgeberin f¨¹r neue Themen und deren Umsetzung. Nicht nur Potsdamer*innen kennen die von ihr unterst¨¹tzten Projekte wie den 7 Sachen Netzwerkabend oder das ber¨¹hmte LOCALIZE Festival. Auch die G?ste und H?rer*innen unseres Podcasts ?Gr¨¹ndungsgeist Berlin-Brandenburg¡° sch?tzen Doreens Offenheit und ihr Gesp¨¹r f¨¹r interessante Gespr?chsthemen. Erst k¨¹rzlich wurde bekannt, dass sie die spannende Aufgabe der Kuratorin des derzeit entstehenden Kreativ Quartiers ¨¹bernimmt. Auf insgesamt 25.000 Quadratmetern wird am Neuen Markt eine vielseitige Nutzfl?che f¨¹r Kreativakteur*innen geschaffen.
 
Wem es gelingt, Leidenschaften zum Beruf zu machen, kann sich gl¨¹cklich sch?tzen. Aber auch Doreen lag der Weg dorthin nicht von Anfang an zu F¨¹?en. Als studierte Medienwissenschaftlerin arbeitete sie neben ihren Projekten als Angestellte und entschied sich erst im vergangenen Jahr zu gr¨¹nden. Was zun?chst als Probelauf zur Beantwortung der gro?en Frage, ob man von Kultur leben k?nne begann, m¨¹ndete in der Erkenntnis, dass diese Entscheidung eine der besten ihres Lebens war. Die andere ist ihre Familie ¨C mittlerweile 5-k?pfig. Es ist eben, wie es immer ist im Leben: soeben den Start mittels Gr¨¹ndungszuschuss und Arbeitsraum im Rechenzentrum geschafft, da k¨¹ndigt sich weiterer Nachwuchs an. F¨¹r Doreen stellt sich in dieser intensiven Zeit heraus, dass die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Leben ?oft der pure Wahnsinn ist, aber auch wahnsinnig sch?n!¡° Und wenn man alles genauso wieder machen w¨¹rde, dann war es definitiv gut. Wer auf dem Laufenden zu Doreens Projekten bleiben will, schaut auf ihrer neuen Webseite vorbei, die noch in der Elternzeit entstanden ist.

Barbara Avila Vissirini studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam und war nach ihrem Abschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin im UCLAB der Fachhochschule Potsdam t?tig. Die Brasilianerin erforscht den Zusammenhang zwischen Design und Informationsvisualisierung im Bereich des Erlernens einer Fremdsprache. 2019 erhielt sie den Fachbereichspreis f¨¹r die beste Masterarbeit zum Thema Visuals for Language. In dieser Zeit entwickelte Barbara ein neuartiges System, um grammatische Strukturen sichtbar zu machen und so den Zugang zur deutschen Sprache zu vereinfachen. Es entsteht ?Dieses kleine Buch ist f¨¹r dich¡°, was nicht nur f¨¹r visuelle Lerntypen ein Gl¨¹cksfall ist.

F¨¹r ihre mehrfach ausgezeichnete Arbeit erh?lt die "wissenschaftliche Designerin" viel Unterst¨¹tzung und positives Feedback, da Barbara ihr Buch zun?chst als kostenlosen Download f¨¹r alle zug?nglich macht, ehe sie es "klassisch" auf den Markt bringt:

?Ein besonderer Moment letztes Jahr war das kleine Buch in den ersten Buchl?den zu sehen. Gerade kann man das Buch nur in wenigen unabh?ngigen Buchl?den in Berlin und Potsdam finden, wie zum Beispiel bei "ocelot" in Berlin Mitte. Ich habe aber nun eine Partnerschaft mit einem Gro?h?ndler abgeschlossen und in den n?chsten Monaten sollen wir auch in Buchl?den anderer St?dte zu finden sein¡°.

2022 gr¨¹ndete sie das Unternehmen ?Grammatikon ¨C Wir machen Grammatik sichtbar¡°, denn sie hat vor, ihr visuelles System zu erg?nzen: ?Ich h?tte nie gedacht, dass ich irgendwann ein Unternehmen gr¨¹nden werde, insbesondere ein Unternehmen in einem anderen Land! Ich brauchte tats?chlich viel Zeit, um mit der Idee, Unternehmerin zu sein, klarzukommen. Was mir dabei sehr geholfen hat, war es, Vorbilder von Unternehmer*innen zu finden. Den Podcast von Tijen Onaran ¡°Aufsteiger*innen¡± kann ich allen von Herzen empfehlen¡°.

Die Stiftung Wirkungsanteil erm?glicht Start-ups, einen Teil ihres Eigenkapitals an gemeinn¨¹tzige Projekte zu pledgen ¨C vergleichbar mit einer Mitarbeitendenbeteiligung an Firmen. Dieser sogenannte Wirkungsanteil unterst¨¹tzt aus den potenziellen Erl?sen gemeinn¨¹tzige Unternehmen in Form von Spenden. Dadurch, dass es sich um eine virtuelle Beteiligung handelt, wird das eigene Start-up finanziell nicht belastet und bleibt selbst in der Fr¨¹hphase leistungsstark. Zeitgleich profitieren die mitwirkenden Gr¨¹nder*innen von dem gemeinschaftlichen Netzwerk, Events und Co. Somit k?nnen auch ganz junge Unternehmen durch ihren Erfolg von Anfang an ihren Beitrag zu einer verantwortungsvollen Gesellschaft leisten.
 
Tom Josczok, Gr¨¹nder der Non-Profit-Organisation, betont, dass sich sowohl Neugr¨¹nder*innen als auch gestandene Unternehmen mit vielen Angestellten aus den verschiedensten Branchen an der Stiftung beteiligen k?nnen. Wir haben trotzdem noch ein paar Fragen an ihn:
 
Wie kam es zu der Gr¨¹ndungsidee zu "Stiftung Wirkungsanteil?"
 
Die Idee an sich ist nicht neu. Es gibt bereits ?hnliche Konzepte in L?ndern wie Kanada, Israel und den USA. Es stellte sich relativ z¨¹gig heraus, dass es jedoch f¨¹r dieses Thema wenig Angebote in Deutschland, aber durchaus viel Interesse von vielen Seiten des Startup ?kosystems gibt. ?hnlich schnell haben wir anschlie?end die richtigen Partner*innen zur Umsetzung des Konzepts gefunden, die die entscheidende Expertise f¨¹r die Themen Startup, Impact und Rechtsfragen mitbringen.

Wie definiert ihr den Begriff ?Wirkungsanteil¡°?
 
Die Bedeutung des ?Wirkungsanteils¡° zielt in mehrere Richtungen. Zuallererst ist er ein Fundament f¨¹r Impact. Es ist ein rechtlich bindendes Versprechen, beim Erfolg der Unternehmensidee etwas zur¨¹ckzugeben. Wir wollen Gr¨¹nder*innen mit der Zeit dabei unterst¨¹tzen, verantwortungsbewusste Unternehmen zu bauen. Daf¨¹r bieten wir ihnen passende M?glichkeiten ausgew?hlter Partner*innen. Wir wollen besonders das Grundverst?ndnis von Impact st?rken - wie negative Auswirkungen minimiert oder vermieden werden und in welchen Feldern sich Start-ups engagieren k?nnen. 

An welche Empf?ngerorganisationen gehen die Spenden?
 

Wir verzichten bewusst darauf, heute schon Empf?ngerorganisationen festzulegen. Kommt es zu einem Exit und stehen die Erl?se, die in gemeinn¨¹tzige Projekte flie?en k?nnen fest, bekommt jedes Team eine ma?geschneiderte Beratung. Hierbei achten wir besonders auf "Effective Giving". Das hei?t, dass wir uns besonders die Ausrichtung des Start-ups anschauen. Dann scouten wir Projekte, die sich gezielt in diesen Feldern engagieren. Studien zeigen, dass die Wirkung deutlich h?her ausf?llt, wenn der Corporate Purpose und der Zweck der Non-profit nah beieinander liegen. Oft wird neben den Spenden in diesen F?llen auch wertvolles Know-How vermittelt. 
 
Alle Infos und Kontaktm?glichkeiten zur Stiftung Wirkungsanteil: shareyourimpact.today/

Die Illustratorin Ann Bahrs ist zwar bereits seit 2017 selbstst?ndig, doch als selbstbestimmte Gr¨¹nderin sieht sich die Kommunikationsdesign-Absolventin erst seit jetzt so richtig. Mit diesem Prozess "von der Freelancerin zur Gr¨¹nderin" steht Ann nicht allein dar. Insbesondere Designer*innen finanzieren w?hrend des Studiums mit ersten Auftragsarbeiten ihren Lebensunterhalt und entwickeln dabei das Bed¨¹rfnis, ein eigenes Label zu gr¨¹nden. Die geb¨¹rtige Bremerin betont, wie richtig und wichtig es ist, sich zu jeder Zeit der Selbstst?ndigkeit neu positionieren zu k?nnen. Nur so kann man auf Ver?nderungen des Marktes und der eigenen Bed¨¹rfnisse individuell reagieren:

"Fragen nach dem Wie, Wann und mit wem konnte ich mir erst jetzt nach dem Studium stellen und habe festgestellt: Ich bin auch Autorin, mir geht es auch um ein Sichtbarmachen von dem, was ich zu sagen habe. Durch meine F?higkeiten kann ich Themen visuell gestalten und somit eine Stimme verleihen."

Von der Illustration zur (Comic-)Revolution

Eine eigene Haltung zur Arbeitsweise zu entwickeln, erfordert Mut. Ihre Erfahrungen des "steinigen" Weges dahin verarbeitet Ann in ihrem neusten Projekt mit dem Arbeitstitel: "Die Sprache des Geldes". Mithilfe von Illustrationen beleuchtet sie das Tabuthema Geld als notwendiges Mittel zur Mitbestimmung. Ziel ist es, die Geschichten vieler Menschen zu einer Graphic Novel zusammenzuf¨¹hren und so die Sprachlosigkeit der Mittellosigkeit zu ¨¹berwinden. Zur Umsetzung des Projektes sucht die K¨¹nstlerin nach geeigneten F?rderungen und bewirbt sich auf "Artist in Residence"-Programme im Ausland.

Als Teil einer in Deutschland wachsenden Comic-Szene bem¨¹ht sich Ann zudem um Comic-F?rderprogramme und macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Verlag f¨¹r ihr Projekt. Vom 19. bis 26.10.2022 war ihr Comic Teil einer Licht-Animation bei der DeLight in Erfurt.

Derweil ist die Designerin offen f¨¹r Auftr?ge und Kooperationen ¨C unter anderem gibt sie zum Beispiel Illustrationsworkshops. F¨¹r Anfragen einfach auf Anns Website vorbeischauen. Ihr Insta-Profil bietet Einblicke in ihre Arbeit.

Wer mehr ¨¹ber Ann erfahren m?chte, kann sich auf ihr demn?chst erscheinendes Gr¨¹ndungsportr?t freuen.

Die Grafikerin und Illustratorin Johanna Mellenthin hat ihrem Solounternehmen einen eigenen kreativen Namen gegeben: studjo-hanna ¨C eine Kombination aus "Studio", ihrem Namen "Johanna" und Spitznamen "Hanna". Ein wichtiger Schritt, der verdeutlicht, dass sich die Kommunikationsdesign-Absolventin f¨¹r eine 100%ige Selbstst?ndigkeit entschieden hat. Bereits 2018 machte Johanna sich mithilfe des Gr¨¹ndungsservice selbstst?ndig. Was als "Nebenjob" w?hrend des Studiums gedacht war, entwickelte sich zu einer erf¨¹llenden beruflichen Perspektive:

Das liegt vor allem daran, dass ich es toll finde, die Freiheit zu haben, zu arbeiten, wann ich m?chte und selbst entscheiden zu k?nnen, wie und f¨¹r wen ich arbeite.

Neuer Name und neue R?ume f¨¹r authentische Projekte

"Sicherheits-Bedenken", die viele Talente davon abhalten, sich hauptberuflich selbstst?ndig zu machen, gab es bei Johanna dank ihrer (Folge-)Auftr?ge w?hrend und nach ihrer Ausbildung nicht. Die Gr¨¹nderin fokussiert sich immer mehr auf sozial wertvolle und ?kologisch nachhaltige Unternehmen und Projekte wie "The Female Company" oder "Viva con Agua":

Mir ist es wichtig, hinter den Unternehmen und den Projekten stehen zu k?nnen, f¨¹r die ich arbeite.

So auch bei einem ihrer letzten Projekte f¨¹r den Bio-Hanfsamendrink "hemi", dessen Corporate Design und Packaging Design von Johanna entworfen wurde.

Nicht nur der Name studjo-hanna ist neu, auch w¨¹nscht sich die Wahl-Potsdamerin ein gemeinsames B¨¹ro mit Freund*innen und Kolleg*innen. Tipps gerne direkt an hey@studjo-hanna.de.
 
Wir w¨¹nschen viel Erfolg bei der Suche.

Nicht nur Gr¨¹nder*innen wissen, wie wichtig Networking ist. Oft sind es gerade die zuf?lligen Begegnungen, die sich als lebensver?ndernd herausstellen. Egal ob auf beruflichen Events oder im privaten Rahmen: der Austausch von Kontaktdaten wird oft vergessen bzw. vernachl?ssigt oder man hat die Visitenkarte schlichtweg nicht dabei, insofern man ¨¹berhaupt eine besitzt.

Businesspass f¨¹r nachhaltiges Networking

Um diese Hindernisse zu ¨¹berwinden und fl¨¹chtige Treffen in dauerhafte Beziehungen zu verwandeln, haben die Gr¨¹nder Donatus Wolf und Phillip Trenz den "Businesspass", eine digitale Visitenkarte, entwickelt. Wir erinnern uns an die nutzerfreundliche Webapp COVID Pass, die 2021 von dem Interfacedesigner Donatus und seinem Kollegen gelauncht wurde. Wie auch das Open Source Projekt COVID Pass ¨¹berzeugt der "Businesspass" mit unkomplizierter Handhabe:
"Wir m?chten den Menschen helfen, sich zu verbinden und in Kontakt zu bleiben, indem sie das bequemste Teilen nutzen, das wir uns vorstellen k?nnen: Scannen Sie einfach einen QR-Code und Ihr Kollege hat Ihre Kontaktdaten direkt in seinem Telefon."

?hnlich wie bei einer analogen Visitenkarte k?nnen Farbe und Logo individuell angepasst werden. Weitere Individualisierungsm?glichkeiten befinden sich in der Entwicklung. Eine gro?artige Idee, die den Arbeitsalltag ein St¨¹ck mehr vereinfacht.

Mehr Infos unter passit.one/

Es gibt Gr¨¹ndungsgeschichten, die sind einfach bemerkenswert. Nils Fischer hat so eine Story vorzuweisen. Er studierte Produktdesign an der Fachhochschule Potsdam und am DesignCentre der Swinbourne University of Technology in Melbourne. Nach seinem Abschluss als Diplom Designer 2010 folgten unterschiedliche, internationale berufliche Stationen und Projekte ¨C sowohl als Freiberufler als auch als Angestellter.

Innovationen, die sich auszahlen

2013 entwickelte er den NICEDICE, wof¨¹r er und sein Projektteam das EXIST-Gr¨¹nderstipendium erhielten. Die drei sind bis heute erfolgreich mit ihrer Firma Studio AFS ¨C B¨¹ro f¨¹r Entwicklung und Gestaltung. F¨¹r den NICEDICE ¨C ein Tool mit dem sich Film- und Foto-Equipment wie Kamera, Mikrophone, Licht und Co. transportabel und arbeitswirksam miteinander verbinden l?sst ¨C wurden Nils Fischer zahlreiche Design- und Film-Preise verliehen, wie der Innovationspreis Brandenburg (2013) oder der German Design Award (2015). Mittlerweile hat sich das Gr¨¹ndungsprojekt stetig weiterentwickelt, neue Produkte sind hinzugekommen, die zwar weiterhin in Deutschland hergestellt, jedoch mittlerweile auch von weltweiten H?ndlern vertrieben werden.

F¨¹rs Gr¨¹nden gemacht ...

Doch nicht immer ist alles so leicht, wie es sich gerade liest: F¨¹r Nils Fischer ist die Selbstst?ndigkeit der richtige Weg und er r?t jedem dazu. Gr¨¹nder*innen sollte aber auch bewusst sein, dass stets das Risiko besteht, auch mal etwas weniger oder gar nichts zu verdienen, gibt er zu bedenken. Wer sich jedoch davon und von der teilweise gr¨¹ndungsunfreundlichen Verwaltungs- und Steuerrechtkultur in Deutschland nicht abschrecken l?sst, macht es wie Nils Fischer und gr¨¹ndet gleich zweifach: Seit 2016 begeistert sein Design und Grafik-Studio Nils Fischer verschiedene Kund*innen wie element 13 oder den Zentralrat der Juden Deutschland und entwickelt neue Erfolgsbrands. Auch f¨¹r diese Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet. Wir w¨¹nschen Nils weiterhin viel Erfolg.

Die Potsdamerin Susanne Laser hat als Kommunikationsdesignerin einen eher untypischen Gr¨¹ndungsweg gew?hlt: 2017 publizierte sie mittels Crowdfunding ihre damalige Master-Abschlussarbeit "Kein Hawaii ¨C Pilgern im Havelland". Das Buch ¨¹berzeugt nicht nur durch seinen Anspruch, ein Reisef¨¹hrer zu sein, der keiner ist: Die Leser*innen erwartet ein ?sthetisches Zusammenspiel aus Prosa, Lyrik, Philosophie aber auch Illustration und Fotografie ¨¹ber den Brandenburger Jakobsweg, den die Autorin entlanggepilgert ist.

Die Genderperformance unserer Gesellschaft auf dem Pr¨¹fstand

Seit Kurzem verfolgt die Gr¨¹nderin ein neues Podcast-Projekt: VERBITTERT TALENTLOS. Gemeinsam mit einer queeren Kollegin diskutiert sie darin bewusste oder unbewusste Rollenmuster, Geschlechtergrenzen, Familienmodelle, Anpassungsdruck, unterschiedliche Feminismus-Begriffe und diverse Lebensmodelle an der Schnittstelle zwischen privatem und ?ffentlichem Leben.

"Wir sind das unrasierte Bein unter den Podcasts"

Das Projekt entstand aus dem Bed¨¹rfnis heraus, den Frauen und M¨¹ttern ¨C ihren Erfahrungen der Benachteiligung und der Unvereinbarkeit in puncto Selbstverwirklichung ¨C eine Stimme zu geben. Gerade unter Corona hat sich die Diskussion um die gesellschaftlich-politische Stellung von Frauen und Familien erneut versch?rft, bewegt hat sich jedoch nichts. Seit September 2021 gibt es jeden zweiten Freitag eine neue Folge: verbittert-talentlos.letscast.fm/

"Der Mental Load ist nach wie vor da, Was n¨¹tzt es uns, wenn wir *innen sagen, um am Ende doch ausgelaugt zu sein?"

Ihr Instagram-Kanal @verbitterttalentlos erg?nzt den Podcast durch feministische Begriffserkl?rungen wie Mental Load, Male Gaze usw. und diskutiert unter der Rubrik TALENTLOS die Erwartungen unserer Gesellschaft an M¨¹tterlichkeit und vermeintlich angeborene weibliche Tugenden.

Die Rubrik BULLSHIT HITS ¨C also sexistisch-stereotype Darstellungen von Frauen in der Werbung, auf Stock-Bildern und Co. ¨C stigmatisiert und entromantisiert Frauenklischees. Ebenso die Reihe DAS DILEMMA DER WOCHE, in dem ?ffentliche Medienproduzent*innen sexistischer Aussagen (in Podcasts, Fernsehen und Presse) angeschrieben und zur Stellungnahme aufgefordert werden.

Eine B¨¹cherliste mit feministischer Literatur und deren Rezensionen rundet das Profil von VERBITTERT TALENTLOS ab. Zumindest vorerst. Denn geplant sind ein Onlineshop mit queer-gendersensiblen Sortiment, Ausstellungen, interessanten G?st*innen f¨¹r den Podcast sowie das im M?rz startende Satireformat PRACHT & LENZ. Generell h?lt sich das Projekt Erweiterungen f¨¹r die Zukunft offen. Wir d¨¹rfen gespannt sein und h?ren/schauen rein.

Bewusst leben ist ein Thema, was zu Recht in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat und mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken ist aus dem Alltag ¨C beruflich wie privat. Unsere Gr¨¹nderin Annemarie Rasche hat ihr Interesse an Achtsamkeit, K?rperbewusstsein und Yoga zum Beruf gemacht: Sie studiert "Fr¨¹hkindliche Bildungsforschung" an der FH mit Fokus auf Achtsamkeit und sozial-emotionalem Lernen, woraus letztlich eine wissenschaftliche Begleitforschung entstehen soll. Neben dem Forschungsvorhaben geht Annemarie ihrer anderen Leidenschaft, dem Yoga, nach: Seit sie die philosophische Lehre 2012 bei einem Work and Travel Aufenthalt in Kanada kennen und lieben gelernt hat, ist Yoga zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Lebens geworden. Sie macht eine Yogalehrausbildung und rundet ihre Kenntnisse durch eine Ausbildung in Spiraldynamik ¨C einer besonderen Bewegungslehre ¨C und zur Achtsamkeitstrainerin ab: "Besonders w?hrend der vergangenen von Corona gepr?gten Monate hat mir die Achtsamkeits- und Yogapraxis viel innere Sicherheit, Halt und Entspannung geschenkt", so die Soloselbstst?ndige. Diesen Halt und diese Sicherheit in sich selbst zu finden und den Spruch "In der Ruhe liegt die Kraft" nicht nur als eine Floskel, sondern als wahre Lebenseinstellung zu verstehen, darum geht es auch in ihren Kursen.

Momentan feilt die Masterstudentin an einer Gr¨¹ndungsidee, die ihre Leidenschaft f¨¹r Achtsamkeit und ihr wissenschaftliches Interesse miteinander verbindet: Unter dem Motto "Raum f¨¹r K?rper & Bewusstsein" soll ein Angebot zur Erforschung und F?rderung der K?rperwahrnehmung und des eigenen Selbst entstehen. Dazu geh?ren Einzelstunden in K?rperarbeit, Entspannungsauszeiten, Fortbildungen f¨¹r P?dagog*innen sowie Yoga- und Achtsamkeitskurse.

Ab Januar 2022 soll dazu zun?chst ein Online-Kurs starten: "Achtsamkeit und Yoga nach den Prinzipien der Spiraldynamik". Ebenfalls im neuen Jahr soll die geplante Website Amiera.de online gehen, wo weitere Informationen zu Annemaries Angeboten zu finden sind und eine direkte Buchung der Kurse m?glich sein wird. Wer sich schon vorher informieren m?chte oder Interesse an einer Kursteilnahme hat, kann sich jederzeit unter Amiera@posteo.de melden.

Den Architektur- und Produktdesign-Absolventen Christian Metzner zeichnet ein bewegtes und zielstrebiges Ausbildungs- bzw. Berufsleben aus: Bereits w?hrend des Studiums an der FHP arbeitete er f¨¹r das M¨¹nchner Designer-Ehepaar Saskia und Stefan Diez. Als er 2012 seine Diplomarbeit in Kooperation mit der Firma Bree verfasste, holte ihn Philipp Bree anschlie?end ins Designteam des neuen Taschenlabels PB0110. Dem Wunsch, seine Kenntnisse im Bereich Modeaccessoires und Taschen zu vertiefen, ging Christian mit einem Aufbaustudium der Bekleidungstechnik an der HTW in Berlin nach.

Seine tiefe Leidenschaft gilt jedoch dem Material Glas, welches schon seit dem Studium bei dem Professor f¨¹r Industriedesign, Hermann August Weizenegger, eine Faszination auf ihn aus¨¹bt. Noch w?hrend des Studiums machte sich der Jungdesigner mit Hilfe des Gr¨¹ndungsservice selbstst?ndig und brachte erste Produkte aus Glas auf den Markt. Seine Liebe zu dem fragilen, transparenten und gleichzeitig ausdrucksstarken Material wirkt sich mit Erfolg auf die hochwertige Produktlinie aus, die mittlerweile in mehreren L?ndern weltweit erh?ltlich ist. Auf seiner Website findet man dezente und fantasievolle Glaskreationen wie Gl?ser, Karaffen, Vasen, Strohhalme, Dekorationsobjekte und ausgefallenen Schmuck aus Borosilikatglas ¨C ein besonders festes und temperaturbest?ndiges Glas ¨C sowie Taschen bzw. Geldb?rsen aus Echtleder. Die Herstellung der Produkte erfolgt seit nunmehr 12 Jahren in einer tschechischen Manufaktur, die aufgrund der moderaten Entfernung zu Berlin einen stetigen pers?nlichen Austausch gew?hrleistet. Die dort produzierten Glasprodukte werden anschlie?end vom Sch?pfer pers?nlich in Berlin kontrolliert, verpackt und versendet.

Neues Gr¨¹ndungsprojekt mit alten Sch?tzen

Durch den pl?tzlichen Lockdown im vergangenen Jahr erging es Christian Metzner wie so vielen und er musste auf einen Gro?teil seiner Vertriebswege und Einnahmen verzichten. Der kreative Kopf nutzte die unfreiwillig gewonnene Zeit f¨¹r neue Projektideen. Aus der Not heraus verkaufte er schweren Herzens seine pers?nliche Liebhabersammlung von Designprodukten aus der ehemaligen DDR bei Ebay. Die Nachfrage war ungeahnt gro? und so wuchs schnell eine neue Gr¨¹ndungsidee und gleichzeitig der Wunsch, diesen geschichtstr?chtigen Kreationen eine w¨¹rdige B¨¹hne zu geben. Bei einem Ebay-Shop soll es nicht bleiben ¨C das Label mit dem passenden und vielsagenden Namen pressecafeberlin entsteht:

"Mir geht es aber vor allem um die Nennung der fast vergessenen Namen der Gestalter*innen. Ich m?chte den Produkten ein w¨¹rdevolles Umfeld schaffen und keine "Ostalgie" betreiben. Ich stelle mir ein umfangreiches Werkverzeichnis vor, in dem der Betrachter st?bern, entdecken und nat¨¹rlich das eine oder andere Objekt aus der damaligen Zeit erwerben kann."

Ein eigener Webshop ist in Planung, wer schon mehr sehen m?chte zum Projekt pressecafeberlin, kann dem Instagram-Kanal folgen: www.instagram.com/pressecafeberlin/

Der Produktdesigner Franz Dietrich blickt bereits auf eine Selbstst?ndigkeit von 10 Jahren zur¨¹ck. Diese Zeit ist gepr?gt von vielen Etappen und verschiedensten Kooperationspartnern. Wie er selbst sagt, ist ihm die industrielle Forschung genauso wichtig wie der Wissenstransfer in Kultur und Gesellschaft ¨C und all das am liebsten in Teamarbeit. So gr¨¹ndet er zun?chst gemeinsam mit einem Freund eine eigene M?belmarke. Parallel dazu beginnt er an der FHP als Werkstattleiter f¨¹r digitale Werkzeuge zu arbeiten und schlie?t sein Masterstudium ab. Im Anschluss startet die Zusammenarbeit mit der Textilmaschinenfabrik Stoll. Die Entwicklung von 3D-Gestricken ist Franz Thema in der Masterarbeit: Er entwickelt ein m?gliches L?sungskonzept, welches von Stoll patentiert und stetig weiterentwickelt wird.

Der Fachhochschule Potsdam ist Franz stets verbunden geblieben und mittlerweile in der Lehre t?tig, wo er Studierende in digitaler Werkzeugentwicklung unterrichtet. Gemeinsam mit Freund und Kollegen Sebastian Voigt treibt er seit September die Entwicklung eines neuen webbasierten Lernmodels f¨¹r digitale Werkzeuge im Studiengang Produktdesign voran. Das Vorhaben wird durch den Innovationsfonds der Fachhochschule Potsdam gef?rdert und vom Mentor Prof. J?rg Hundertpfund unterst¨¹tzt.

Dar¨¹ber hinaus ist er Mitinitiator des aktuellen "Pionierprojekts Mikrofaktur" in der Vulkanfiberfabrik Werder. Gemeinsam mit Sebastian Voigt ¨C Gr¨¹nder des Unternehmens Design + Robotics ¨C soll dem Thema "Vergangenheit und Zukunft einer Industriekultur" nachgegangen werden. Noch bis zum 18.12.2021 wird in den Industriehallen der ehemaligen Vulkanfieberfabrik mittels Ausstellung, Netzwerkveranstaltungen und Workshops das Konzept einer regionalen High-Tech-Mikrofaktur erlebbar dargestellt.

Die geb¨¹rtige Italienerin Marta Carlesso alias Marta Karta studierte Produktdesign mit Spezialisierung auf Produkt Design an der FHP. Im Jahr 2017 war sie Mitgr¨¹nderin und Gestalterin der Initiative "Haus Brandenburg", die Designstudierende der Fachhochschule mit Handwerksbetrieben und Manufakturen aus Brandenburg zusammenbrachte, um gemeinsam besonders hochwertige, optisch ansprechende und zugleich marktf?hige Produkte zu kreieren. Zum ersten Mal selbstst?ndig machte sich Marta noch w?hrend des Studiums als Musikerin und Gestalterin mit Schwerpunkt auf Inszenierung.

Schon fr¨¹h zeigt sich die Vielschichtigkeit von Marta Karta als K¨¹nstlerin. Neben dem Design tritt sie als Geigerin und S?ngerin in mehreren Bands unterschiedlicher Musikgenres auf, schl¨¹pft dabei auch optisch in verschiedene Rollen. Als Solok¨¹nstlerin ist das Zusammenspiel von Musik, Performance und ?sthetik ihre gro?e Leidenschaft.

2019 beginnt sie, Kost¨¹me und B¨¹hnenbilder zu entwerfen: "costumedesign is that sweet baby born from product design and showbusiness", schreibt sie in einem ihrer Instagram-Beitr?ge. Mittlerweile hat sie sich spezialisiert auf die Herstellung von Burlesque-Kost¨¹men, gibt in Kooperation mit dem Tanzstudio Sch?nheitstanz Berlin "Costume Making Workshops". Das gelungene Videoportrait von Filmemacherin Johanna Pohland in der Gr¨¹nder*innengalerie.

Allein schon aus der Vita von Valentin Jos¨¦ Kammel erschlie?t sich die Leidenschaft f¨¹r den nachhaltigen Rohstoff Holz: Er ist gelernter Tischler, Holzbildhauer und Drechsler; arbeitet viele Jahre in einer Berliner Werkstatt f¨¹r Holzrestaurierung. Und weil er wirklich alle Facetten des wiederaufbereitenden Arbeitens mit Holz verstehen wollte, absolvierte er schlie?lich ein Bachelor- und Masterstudium an der FHP als Holzrestaurator. 2018 machte er sich mit Hilfe des FHP Gr¨¹ndungsservice selbstst?ndig und ¨¹bernahm die Firma, in der er zuvor seit 15 Jahren angestellt war. So entstand schlie?lich Calder¨®n ¨C ein Unternehmen, welches das traditionelle Holz-Handwerk in die Zukunft ¨¹berf¨¹hrt: Zum Portfolio geh?ren nicht nur klassische Restaurierungs- und Holzbildhauereiarbeiten, auch bietet Calder¨®n individuelle Produktanfertigungen nach pers?nlicher Absprache an. Was war das bisher aufregendste Projekt?

"Das war eine Bibliothek in historischem Stil, ausgestattet mit neuester Technik, in traditionellem Handwerk gefertigt, die jetzt einen ganzen Konferenzraum in einem Londoner Firmensitz schm¨¹ckt. Dabei setzen beleuchtete Regal-Bretter die Buchr¨¹cken in Szene, die von feinstem Nussbaum-Furnier und handgeschnitzten und vergoldeten Kapitellen gerahmt werden. Auch eine klimatisierte Vitrine nach Museumsstandards f¨¹r einen Alt?gyptischen Sarkophag haben wir integriert. Wir bieten ebenso Rekonstruktionen von M?beln, Skulpturen usw. an. Zuletzt die Rekonstruktion einer abgebrannten Emporenbr¨¹stung (2,40 x 1,40 m) f¨¹r die Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde, f¨¹r die ich klassisches Tischlerhandwerk, Schnitzkunst und Drechslerei kombinieren musste."

Hochwertige Holzarbeit ist sehr gefragt, dennoch m?chte der Gr¨¹nder seinen eigenen Werten weiterhin treu bleiben und sich seine Auftr?ge selbst aussuchen k?nnen, wie er unter anderem im Videoportr?t erz?hlt.

Das Gr¨¹nderteam um Tetrapix-Inhaber*in Marie-Luise Schade und Bastian Brabec bietet ungew?hnliche aber sehr effektive Workshopkonzepte f¨¹r Kinder. Dabei bauen und programmieren die J¨¹ngsten Bildschirme aus recycelten Tetrapacks und Lichterketten. Was in den vergangenen 5 Jahren seit der Gr¨¹ndung 2016 und der Auszeichnung mit dem Code Week Award f¨¹r die Idee "TetraTetris" geschehen ist, erz?hlt das mittlerweile gewachsene Team am besten selbst:

"Wir waren deutschlandweit an verschiedenen Schulen, Initiativen, Orten und in Projekten t?tig und haben vor allem unser Netzwerk stetig und kontinuierlich ausgebaut. Wir geben und konzipieren mittlerweile kleine bis gro?e Ferienworkshops und -camps, sind beim GirlsDay aktiv, geben Fortbildungen f¨¹r Lehrkr?fte, halten Vortr?ge und Impulse zum Thema Digitale Bildung auf Messen und Fachtagen, entwickeln Informatik Zusatzcurricula (Hopp Foundation BaW¨¹) oder konzipieren zu unserem Standart-Pixel-Programm f¨¹r verschiedenste Auftraggeber*innen Workshops Bereich BNE, Umweltthemen u. v. m. (bspw. Klimaarena in Sinsheim oder Berlinische Bibliotheken). Auf Instagram und unserer Website kann verfolgt werden, was wir so machen. Wir freuen uns auf Anfragen und neue Kooperationen."

Tetrapix bietet ¨¹brigens nicht nur Workshops f¨¹r Sch¨¹ler*innen ab 4 Jahren an sowie Inputs f¨¹r Lehrende, sondern auch die dazugeh?rige Software, Anleitungen und bestellbare TetraKits.

"Beste Werkzeuge f¨¹r Alle!" Das ist und bleibt das Motto des erfolgreichen Unternehmens Toolbot. Das Projekt rund um Gr¨¹nder Jan Gerlach wurde im Dezember 2020 von der Seite deutsche-startups.de unter die 7 interessantesten Startups gew?hlt. Mittlerweile vermietet Toolbot an 3 Automaten-Stationen in Berlin hochwertiges Profiwerkzeug von beispielsweise Bosch oder Hilti an Hobbyhandwerker ¨C ohne l?stige Kaution, Formulare und hohe Kosten. Gemietet wird per App, bezahlt via Kreditkarte oder PayPal. Im Herbst 2020 hat das 5-k?pfige Team sein Headquarter in der Cottbusser Innenstadt bezogen. Bisher finden sich die Leihstationen in Gesch?ften wie Berliner Sp?tis. Zuk¨¹nftig soll es auch automatisierte Stationen im jederzeit zug?nglichen Raum geben, wie etwa im Cottbusser Bahnhof.

Feedback zum Gr¨¹nden an der Fachhochschule Potsdam

?Alle Menschen sollten Gr¨¹nden.¡° (Maike Panz)

Wir haben unsere Gr¨¹nder*innen befragt, was sie mit dem Gr¨¹ndungsservice verbinden und wie es ist, sich an der FHP selbstst?ndig zu machen.

Dabei wird deutlich, wie wichtig Networking und pers?nliche Ansprechpartner*innen f¨¹r Neugr¨¹nder*innen sind und dass die Fachhochschule dahingehend tolle Voraussetzungen bietet, um eine Selbstst?ndigkeit als Karriereoption in Betracht zu ziehen.

Kontakt

Zentrale Einrichtung Gr¨¹ndungsservice und Managementqualifikation

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